Alle Beiträge von Dirk Bachhausen

Kölner bieten in der Corona-Krise solidarisch ihre Hilfe an

Was können wir tun? Diese Frage stellten sich viele Kölnerinnen und Kölner, seit sich die Corona-Krise derart dramatisch verschärft hat. Sie wollen denen, für die das Coronavirus eine Lebensgefahr darstellt oder denen, die wegen Kinderbetreuung nicht arbeiten können, helfen. Vor allem in den sozialen Netzwerken gibt es eine wahre Flut von Hilfsangeboten.

Sowohl Kirchen und Politiker als auch Privatpersonen bieten Unterstützung an.

Um diese beeindruckende und solidarische Nachbarschaftshilfe zu unterstützen und zu verbreiten, will der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in den kommenden Tagen und Wochen einen Überblick über die Hilfsangebote von Vereinen, Lokalpolitikern, Kirchen, sozialen Einrichtungen und karitativen Initiativen geben.

Organisierte Hilfeleistungen: 

  • Das Projekt „Unaufgeregt zusammenhalten“, initiiert von Kölner Eltern und Pfarrer Christoph Rollbüher, bietet unkompliziert Hilfe an. christuskirche-mitten-im-leben.de
  • Gemeindemitglieder der Lutherkirche Nippes bieten Bedürftigen an, Einkäufe zu übernehmen. lutherkirche-nippes.de
  • Der Kalker FDP-Bezirksvertreter Fardad Hooghoughi  hat kurzerhand eine Gruppe aus 20 Helfern gegründet, die Senioren unter die Arme greift – und bittet um Anrufe  unter der Nummer 0177/4127150.
  • Das Sülzer Nachbarschaftsatelier „Hins und Kuntz“ hat ein Forum gegründet, das als technische Schnittstelle zwischen Helfenden und Bedürftigen in Sülz, Klettenberg, Lindenthal und Zollstock fungieren soll. Verantwortung für die einzelnen Angebote übernimmt das Atelier allerdings nicht. hinsundkunzt.de
  • Für Krankenpfleger und Ärzte , die Kinder haben, ist die Herausforderung besonders groß: Sie werden dringender denn je benötigt, in Kitas und Schulen können sie ihre Kinder trotzdem nicht schicken. Die Kinderbetreuungsplattform „Yoopies“ bietet für Pflegekräfte nun kostenlose Betreuungen an – und ist zugleich auf der Suche nach Menschen, die dabei helfen möchten. yoopies.de
  • Nicht nur Alte und Vorerkrankte trifft die Ausbreitung des Virus besonders hart, auch junge Menschen werden aus ihrem strukturierten Alltag gerissen – und wissen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. In den „Corona-Ferien“ bieten rund 150 ehrenamtliche Psychologen und Sozialpädagogen Online-Beratungen für Kinder und Jugendliche an – auch in Köln. jugendnotmail.de
  • Seit über 23 Jahren vermittelt „Kölsch Hätz“, ein Projekt der Caritas, ehrenamtlich Engagierte an Nachbarn im Veedel, die sich allein fühlen und regelmäßige Besuche wünschen. Angeboten werden in der Corona-Krise Einkäufe für ältere oder kranke Menschen, Apothekengänge und Telefonate gegen die Einsamkeit. Kölner, die Hilfe anbieten oder benötigen, können sich unter 0221/56957816 oder per Mail melden. coronahilfen@caritas-koeln.de

Private Angebote:

  • In der Gruppe „#CoronaHilfe Gruppe Köln“ Anfragen beantwortet und Hilfen angeboten.

  • Die Gruppe „Corona Kinderbetreuung & Nachbarschaftshilfe Köln“ ist bereits jetzt mit mehreren hundert Mitgliedern eine der größten in Köln. Diese Gruppe empfiehlt sich vor allem für Eltern, die eine Lösung suchen, um Kinder unterzubringen.

  • Die Gruppe „Corona Hilfe Köln“ beschränkt sich ausschließlich auf Hilfsangebote. Hier können Kölnerinnen und Kölner um Unterstützung bitten oder anbieten. Ein Informationsaustausch soll in diese Gruppe nicht stattfinden. Alle Hilfsangebote sollen kostenlos sein.

  • Im Raum Overath möchte Helga Müther ein kleines Hilfsnetzwerk aufbauen – und„eine Whatsapp  Gruppe einrichten für die Menschen, die ein Gespräch , jemanden zum Einkaufen oder zum Gassi gehen suchen“, wie sie uns berichtet. Wer Hilfe anbietet oder sucht, kann sich unter der 0160/93750817 bei ihr melden.

Polizei empfiehlt „gesundes Misstrauen“

„Wir raten dringend, nur von solchen Leuten Hilfe anzunehmen, die man einschätzen kann und die man persönlich kennt, wie etwa Nachbarn“, sagt Polizei-Pressesprecher Wolfgang Baldes. Insbesondere für Senioren gelte: Fremden nicht die Tür aufmachen und vor allem natürlich kein Geld und keine Kreditkarten herausgeben.
„Wir empfehlen ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen und im Zweifel zunächst mit Sohn oder Tochter zu beraten, ob das Hilfsangebot wirklich seriös ist“, so Baldes. Notlagen würden leider immer auch von Betrügern ausgenutzt. Bislang lägen der Polizei aber keinerlei Anzeigen oder Hinweise auf konkrete Betrugsversuche in Köln vor.

 

Quelle: Kölner bieten in der Corona-Krise solidarisch ihre Hilfe an | Kölner Stadt-Anzeiger

Schnelle Hilfe in Zeiten der Krise

Eine Info der Caritas, die wir gerne weitergeben:

Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfen nimmt die Herausforderungen der Coronakrise an

Durch die langjährige Erfahrung in der Vermittlung von ehrenamtlich engagierten Menschen in vielen Veedeln Kölns wird Kölsch Hätz in der jetzigen Situation schnell, kurzfristig und pragmatisch helfen. Hierzu sollen Menschen mit Unterstützungsbedarf und Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, zusammen gebracht werden. Zum Beispiel durch Einkaufsdienste und Apothekengänge für ältere und chronisch kranke Menschen oder ein Telefonat gegen die soziale Isolierung.

Bereits jetzt existiert eine Vielzahl von vielfältigen Unterstützungsangeboten und Hilfen in den Stadtteilen, die durch das Angebot von Kölsch Hätz ergänzt werden sollen. Weitere Unterstützungsangebote werden entwickelt.

Wir verweisen auf den Hinweis der Stadt Köln: „Als Freiwillige eignen sich alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind, sich nicht in Quarantäne befinden und nicht zur Risikogruppe zählen. Damit die Hilfe auch wirklich den Bedürftigen zukommt, bittet die Stadt Köln darum, das o.g. Angebot nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn anderweitige Möglichkeiten ausfallen.“

 Melden Sie sich bei uns,

  • wenn Sie Hilfe benötigen, oder
  • wenn Sie anderen Menschen helfen möchten.

Email: Coronahilfen@caritas-koeln.de

 

Newsletter Quartiersmanagement Lindweiler MÄRZ 2020

Liebe Lindweilerinnen und Lindweiler,

noch vor kurzem gab es ganz andere Themen für den Newsletter März, leider ist es ganz anders gekommen und wir alle müssen wegen der Verbreitung des Corona-Virus unseren kompletten Alltag umstellen. Alle kommenden Veranstaltungen wie z.B. das Bolzplatzfest des Lino-Club oder das nächste Veedelsfrühstück des Bürgervereins sind abgesagt und es ist jetzt unser gemeinsames Ziel die Ansteckungskurve möglichst flach zu halten, also die Ausbreitung zur verlangsamen.

Hier können Sie sich immer tagesaktuell über den neusten Stand und über die Maßnahmen gegen das neuartige Corona-Virus informieren:

https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/corona-virus/index.html

Schließung von Einrichtungen im Veedel

Neben den Kitas und Schulen müssen weitere Einrichtungen in Lindweiler schließen:

  • Lino-Club:
  • Offene Tür (OT) und Circus Linoluckynelli vorerst bis 19.4.2020
  • Mehrgenerationenhaus vorerst bis 19.4.2020
  • Lindweiler Treff und Café Schatztruhe vorerst bis 19.4.2020
  • Spielplatz-Schließung: Alle Spielplätze sind aktuell in ganz NRW geschlossen worden, also auch unsere Spielplätze in Lindweiler – der Appell der Landesregierung ist es zu Ihrer eigenen und zur Sicherheit von anderen möglichst zuhause zu bleiben.
  • Absage aller Veranstaltungen z. B. des Bürgervereins Lindweiler bis Ende Mai 2020

(bis vorläufig zum 10.4.2020 ist jede Veranstaltung in Köln untersagt)

Das bezugsfertige Wohnheim Erbacher Weg wird für Schutzisolation oder zur Quarantäne vorgehalten

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/21578/index.html

Wie Sie sicher schon wussten, sollten Ende März eigentlich geflüchtete Familien am Erbacher Weg einziehen. Nun benötigt die Stadt diese und eine weitere bezugsfertige Einrichtung in der Dürener Str. in Köln-Lindenthal, als Unterkunft für Menschen ohne eigene Wohnung (wie z.B. Geflüchtete, die bisher in Einrichtungen mit Gemeinschaftssanitäranlagen leben oder Obdachlose) – für den Fall, dass diese bei Corona-Verdacht oder Corona-Infektion in „häusliche Quarantäne“ müssen. Erstmal ist das Wohnheim nur dafür reserviert – sollte es benötigt werden, ist das Gesundheitsamt für die Belegung und medizinische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner zuständig. Es wird auch einen Sicherheitsdienst und eine Sozialbetreuung geben. Wie lange die Unterkunft für diesen Zweck vorgehalten bzw. genutzt wird, ist noch nicht absehbar. Die eigentlich vorgesehenen geflüchteten Familien können nun natürlich erst zu einem späteren Zeitpunkt einziehen.

· Einkäufe und Nachbarschaftshilfe

Unser Frischmarkt Kurt ist zu den gewohnten Zeiten weiterhin geöffnet. Ab 16 Uhr ist auch telefonisch jemand unter 0178-23 44 840 erreichbar (Lieferservice nach telefonischer Absprache z.B. für ältere Menschen)

Es ist schön zu hören, dass die Nachbarschaftshilfe anläuft – fragen auch Sie doch in Ihrem Umfeld, ob jemand Unterstützung bei Besorgungen benötigt.

Organisieren kann man sich auch in den sozialen Netzwerken, z.B. gibt es bei Facebook eine Lindweiler-Gruppe mit aktuell 615 Mitgliedern („Lindweiler“, Bild zeigt die Unterführung Pingenweg).

Haben Sie noch andere Ideen, die in der aktuellen Situation hilfreich wären? Oder benötigen Sie Unterstützung? Nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf.

Auch für alle weiteren Fragen stehe ich für das soziale Quartiersmanagement Lindweiler nach wie vor gern zur Verfügung. Email: verfuerth@lino-club.de, Tel. 998 998 0 (Lino-Club Zentrale, ich rufe Sie gern zurück)

Ich wünsche allen viel Kraft und Geduld für die kommende Zeit, bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Tine Verfürth

Soziales Quartiersmanagement Lindweiler

soziales zentrum lino-club e.v.

tel. 0221. 998 998 66
fax 0221. 998 998 88
verfuerth@lino-club.de
www.lino-club.de
unnauer weg 96a
50767 köln

Abgesagt

Liebe Lindweiler

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Bürgerverein Lindweiler entschieden, vorerst sämtliche Veranstaltungen abzusagen.

Nunmehr ist es wichtig, dem Aufruf unserer Kanzlerin Folge zu leisten, um insbesondere Kranke und ältere Menschen zu schützen.

Wer auch immer hier in Lindweiler allein ist und Hilfe braucht…. lasst uns alle zusammenhalten und uns gegenseitig helfen.

Die Solidargemeinschaft ist nun gefordert, auch wenn das mit Einschränkungen verbunden ist, aber die Gesundheit geht vor!

Bleibt alle gesund!
Alles Liebe!

Der Vorstand